0–4 Min. stiller Einstieg, dann reihum: F1 „Nennt zwei Aussagen, die direkt durch die Zahlen gestützt werden, und eine, die nicht gestützt wird.“ Zweck: Grenzen zulässiger Aussagen; Bezugspunkte: 107/198, 131/214, fehlende Randomisierung. Wartezeit: 45 Sekunden. Evidenzbezogene Nachfrage: „Welches konkrete Merkmal verhindert die Kausalaussage?“ Risiko: Die Differenz von sieben Prozentpunkten als verursachte Wirkung zu behandeln. Keine Erläuterung im Vortragsstil, bevor alle Gruppen eine Grenze genannt haben.
4–11 Min. F2: „Welche plausiblen Unterschiede zwischen den Zeiträumen könnten verändern, wie wir 54 % und 61 % interpretieren, und welche davon werden tatsächlich angegeben?“ Zweck: Evidenz von Hypothesen unterscheiden. Nachfragen: „Steht das im Fallbeispiel oder muss es überprüft werden?“ „Welche Beobachtung würde diese Erklärungen voneinander unterscheiden?“ Die Studierenden nicht über die Motive der Bibliotheksnutzenden spekulieren lassen.
11–19 Min. F3: „Wie sollten Abmeldungen, verspätete Nachrichten und der Zeitaufwand des Personals die Entwurfsentscheidung beeinflussen?“ Produktive Wege können Messgrößen, Schwellenwerte, Zugang oder Kapazität betreffen. Einwand: „Könnte dieselbe Tatsache bei unterschiedlicher Risikotoleranz verschiedene Entscheidungen stützen?“ Keinen Schwellenwert voraussetzen. F4, falls Zeit bleibt: „Wessen Interessen sind betroffen, und welche Evidenz – nicht unterstellte Ansichten – wäre erforderlich?“ Es werden keine persönlichen Erfahrungen zum Datenschutz verlangt.
19–29 Min. Die Gruppen entscheiden sich für Entwerfen, Nachbessern oder Ablehnen. F5: „Nennt die stärkste Evidenz für eure Option, ihre größte Schwäche und zwei Bedingungen, unter denen ihr sie ändern würdet.“ Wechselnde Rollen zuweisen: Fundstellen suchen, Alternativen hinterfragen, protokollieren, berichten; die fernteilnehmende Person kann über das gemeinsame Textdokument jede Rolle übernehmen. Impuls bei dominanter Stimme: Alle schreiben vor der offenen Diskussion etwas auf. Impuls bei Meinungsverschiedenheiten: Vor der Widerlegung zunächst die konkurrierende Argumentation mit eigenen Worten wiedergeben.
29–34 Min. Vergleich im gesamten Seminar; F6: „Welche Bedingungen sind vor Beginn der Entwurfsarbeit notwendig und welche erst vor dem Start des Tests?“ Wenn sich die Bedingungen unterscheiden, sollte die Moderation keine Option für richtig erklären. Bei Zeitverzug F4 streichen, nicht F5. 34–35 Min. Abschluss: eine eingegrenzte Schlussfolgerung und eine fehlende Tatsache. Prüfung: Alle Fragen dienen der kausalen Argumentation, den Leitplanken, den Alternativen oder der Verhältnismäßigkeit; keine erzwungene Offenlegung, falsche Ausgewogenheit oder erfundene Überzeugung handelnder Personen; zweisprachige Begriffe und mündliche beziehungsweise schriftliche Beteiligung unterstützen den Zugang.